| Per Telefon und per Mail und was man dagegen tun kann |
In unserer Freizeit telefonieren wir alle. Manche mehr, andere weniger, manche lieber als andere. Aber selbst wer nicht der Typ für stundenlange Telefonate ist, scheut sich doch meist nicht davor den Hörer in die Hand zu nehmen.
Ganz anders stellt es sich dar, wenn man diese alltägliche Handlung zum ersten Mal im beruflichen Kontext durchführen soll. Da kann der unter Telefonitis leidende sich schnell zum Telefonphobiker verwandeln.Vermeidungsversuche, Schweiß auf der Stirn, die Hoffnung, dass die Kollegen irgendwann am Tag alle gleichzeitig das Büro verlassen und man seine Ruhe dafür hat, zittrige Stimme, stottern und vergessene Fragen. All das spielt sich immer und immer wieder ab. Eigentlich seltsam, aber es ist so und ich erinnere mich, dass mir mein erstes Bürotelefonat ebenso nicht leicht gefallen ist.
Da sich all das immer wieder beobachten lässt, habe ich ein paar Tipps zusammengestellt, von denen ich hoffe, dass sie dem Telefonphobiker weiterhelfen werden.
- Bleib ruhig, Anderen geht es genauso.
- Übung macht den Meister…ein paar Telefonate später wird’s Dir leichter fallen.
- Lass Dir gleich am Anfang erklären, wie die Technik funktioniert. Wie leite ich Anrufe weiter? Wie stelle ich einen Anrufer stumm, um mich mit den Kollegen kurz abstimmen zu können? Sind die Telefonlisten aktuell? Usw.
- Probiere die Technik aus bevor Du das erste richtige Telefonat führen musst!
- Höre zu, wie die Kollegen sich am Telefon melden und mach es ebenso oder frag nach, ob es eine Regelung zur Meldung am Telefon gibt. Wenn Du weißt wie Du Dich melden sollst, schreib es Dir wortwörtlich auf und kleb den Zettel an einen Ort, den Du sofort im Blick hast, wenn das Telefon klingelt! Ablesen macht es bei den ersten Versuchen leichter.
- Wenn das Telefon klingelt, bleib cool! Kurz durchatmen, konzentrieren, lächeln (ein freundliches Gesicht, lässt die Stimme positiver klingen) und los geht’s.
- Gerade wenn Du noch neu bist solltest Du darauf gefasst sein, dass es vor allem mit Personen, die häufiger im Kontakt zur Firma stehen einen Smalltalk geben kann, in dem man Dich versucht kennen zu lernen und sich Dir vorstellen möchte.
- Es ist ganz normal, dass man am Anfang nicht jede Frage beantworten kann. Ist kein Kollege in der Nähe, der weiterhelfen kann, solltest Du Deinem Gesprächspartner versichern, dass Du Dich erkundigen und wieder melden wirst. Einfach nur zu sagen, dass man keine Ahnung hat, ist definitiv zu wenig.
- Damit Du Dich auch wirklich wieder melden kannst vergiss nie, alle entscheidenden Eckdaten zum Gesprächspartner aufzuschreiben. Dabei ist es auch keine Schande noch einmal nach dem Namen zu fragen, wenn man diesen am Anfang des Gesprächs nicht verstanden hat.
a. Name b. Firma c. Telefonnummer d. Grund des Anrufs
- Bist Du derjenige, der woanders anrufen und etwas herausfinden oder aushandeln soll, mach Dir doch vorher einfach ein paar Stichpunkte, damit Du nichts Wichtiges vergisst. Dein Gesprächspartner kann noch nicht einmal sehen, dass Du Dich einer solchen Gedankenstütze bedienst.
- Bei all den starren Tipps habe ich die Erfahrung gemacht, dass auch am Telefon ein freundliches Auftreten meist Wunder wirkt.
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