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JobSpezial August 2011: Praktika & Praxiserfahrung im Studium
Alternative Möglichkeiten praktische Erfahrungen zu sammeln
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Neben Praktika gibt es natürlich weitere Möglichkeiten, praktische Erfahrungen zu sammeln.
Duales Studium („Ausbildungsintegrierte duale Studiengänge“)
Wie der Name „ausbildungsintegrierte duale Studiengänge“ vermuten lässt, kombiniert diese Art des Studiums ein Hochschulstudium mit einer betrieblichen Berufsausbildung. Wer sich von Beginn an für solch ein Studium entscheidet, muss sich um die Möglichkeit praktische Erfahrung zu sammeln, nicht mehr bemühen. Die Finanzierung des Studiums wird im Normalfall vom Unternehmen übernommen. Da sich in einem dualen Studiengang Theorie und Praxis gegenseitig ergänzen, können Studierende an der Hochschule erlerntes Wissen unmittelbar im Berufsleben einsetzen und - anders herum - im Unternehmen erlernte Zusammenhänge, Abläufe und Vorgänge in Vorlesungen und Seminaren weiter vertiefen. Berufsrelevante Projekte können außerdem als Basis für die Studienabschlussarbeit dienen.
Studentische Unternehmensberatung
Studentische Unternehmensberatungen gibt es an sehr vielen Hochschulen. Viele von diesen arbeiten eng mit Unternehmen zusammen und bringen spannende Projekte auf den Weg. Ob im Bereich der Forschung und Entwicklung, der Marktforschung oder durch die tatsächliche Beratung in verschiedenen Bereichen von Unternehmen durch die studentischen Berater – es gibt viele Möglichkeiten, innerhalb einer solchen Beratung Praxiserfahrung zu sammeln, unternehmerisches Denken zu beweisen und seine Soft Skills zu verbessern. Bedenken sollte man jedoch, dass nicht alle studentischen Unternehmensberatungen derartig professionell organisiert sind, dass Unternehmen auch tatsächlich mit ihnen zusammenarbeiten. Recherchen im Vorfeld verhindern mögliche Enttäuschungen.
Geeigneter Nebenjob; HiWi; Tutor
Nebenjobs sind für die meisten Studierenden ein notwendiges Übel, um das Studium zu finanzieren. Einen zusätzlichen Nutzen bieten Aushilfsjobs, wenn sie zum Studium oder den beruflichen Zielen passen. So können Studenten einerseits durch Nebentätigkeiten Einblicke in verschiedene Unternehmen und Aufgabenbereiche bekommen und so sukzessive Verantwortung übernehmen und Berufserfahrung sammeln. Andererseits können sie helfen, ein passendes Unternehmen für Praktika, die Abschlussarbeit oder sogar den Einstiegsjob zu finden. Aber auch Nebenjobs an der Hochschule – wie als HiWi oder Tutor - bieten spannende Möglichkeiten, fachlich einiges mitzunehmen.
Freiwilligenarbeit
Wer es sich finanziell leisten und auf einen regulären Nebenjob verzichten kann, für den könnte auch ehrenamtliches Engagement eine Möglichkeit sein, praktische Erfahrung zu sammeln. Dabei sollte man beachten, dass es für Freiwillige auch jede Menge Chancen gibt, Hilfstätigkeiten in Bereichen wie Marketing und Forschung zu übernehmen. All zu leicht vergisst man nämlich, dass auch gemeinnützige kleinere Vereine Werbung machen, Websites zu pflegen haben, aktiv Sponsoren suchen und Pressearbeit betreiben.
Die Abschlussarbeit bei einem Unternehmen schreiben
Immer mehr Unternehmen bieten Studierenden die Möglichkeit, die Abschlussarbeit mit einem Praktikum zu kombinieren. In der Regel arbeiten die Diplomanden während der Dauer der Abschlussarbeit in Vollzeit beim Unternehmen und können einen festgelegten Teil der Zeit ausschließlich für die Erstellung der Abschlussarbeit nutzen. Für Studenten bietet das vier Vorteile. Zum einen sammelt man so weitere praktische Erfahrungen. Zum anderen ist es auf diese Weise einfacher ein Gefühl für das Unternehmen und die internen Betriebsabläufe zu entwickeln, was dementsprechend bei der Abschlussarbeit selbst hilft. Der dritte Vorteil ist, dass solche Abschlussarbeiten besser vergütet sind als solche, bei denen man die Abschlussarbeit „in Heimarbeit“ erstellt. Zu guter Letzt kann solch eine Kombination die Tür zu einer Einstiegsposition öffnen. Nachteilig sind hingegen oftmals die extra Arbeitsbelastung, die fehlende Zeit für andere Studienverpflichtungen sowie der Einfluss des Unternehmens auf das Projektthema.
Der rote Faden soll erkennbar sein
Bei all den Möglichkeiten in unterschiedlichen Branchen und Unternehmen Praxisluft zu schnuppern ist es wichtig, dass der rote Faden im Lebenslauf erkennbar wird. Natürlich soll jeder Student die Chance haben, auf die eine oder andere Art und Weise in fremde Bereiche Einblicke zu gewinnen und sich orientieren zu können. Übertreiben sollte man es allerdings nicht. So würden fünf Praktika in gänzlich unterschiedlichen Bereichen auf viele Personaler nicht geradlinig und somit auch nicht zielstrebig wirken. Heidrun Taag ist als Recruiting Consultant bei alma mater für die Suche geeigneter Recruiting-Praktikanten sowie die Vermittlung von Hochschulabsolventen in Direkteinstiegspositionen bei den Firmenkunden verantwortlich. Sie weiß ganz genau, was sich Personalverantwortliche in Unternehmen wünschen:
„Im Optimalfall sucht man sich als Student nach dem ersten Studienjahr eine Nebentätigkeit, mit der man studienbezogene Praxiserfahrungen sammelt.“ Passend zum späteren Wunschbereich sollte das Thema der Abschlussarbeit gewählt werden. „Schafft man es zusätzliches Engagement zu zeigen, indem man ein bis zwei relevante Praktika absolviert und gute Arbeitszeugnisse vorweisen kann, ist man bestens für den Berufseinstieg vorbereitet.“, so Taag. Als echte Berufserfahrung zählen Praktika und Nebenjobs jedoch nicht. Dabei fehle laut Taag die entsprechende Verantwortung. „Viele Praktikanten übernehmen zwar reguläre Aufgaben im Tagesgeschäft und dürfen an wichtigen Projekten mitarbeiten aber die eigentliche Verantwortung liegt immer bei den direkten Vorgesetzten. Das erkennt man beispielsweise daran, dass Praktikanten keine Budgetverantwortung haben, keine Verträge unterschreiben dürfen und bei Fehlern nicht im gleichen Rahmen wie Festangestellte grade stehen müssen.“ |
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