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JobSpezial Oktober 2008
Jobmessen: Masse statt Klasse?
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| konaktiva Dortmund und Darmstadt |
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| Die konaktiva Dortmund |
 Zum direkten Vergleich mit anderen Messen wurden sowohl die konaktiva Dortmund als auch die konaktiva Darmstadt befragt. Kenneth Grodotzki, im Dortmunder Team zuständig für Unternehmensbetreuung und Logistik, stellte sich sofort offen allen Fragen. Auch für die konaktiva im Ruhrpott gilt: Von Studenten für Studenten und Zielgruppe gleich aktuelle Nachfrage des Arbeitsmarktes. Das heißt, dass technisch orientierte Studenten sowie Maschinenbaustudenten und Wirtschaftswissenschaftler die besten Chancen haben. Da aber wie allenthalben festzustellen ist, das Thema Personalbeschaffung oder besser Recruiting immer mehr an Gewicht zunimmt, werden auch häufiger Geistes- bzw. Sozialwissenschaftler auf der Jobmesse gesucht.
Die dreitägige Veranstaltung richtet sich, wie Grodotzki betont, an alle Studienrichtungen, auch wenn die Tage unter anderen Sterne stehen: Tag 1 gehört demnach den Wirtschaftswissenschaftlern, Tag 2 den Elektrotechnikern und der letzte Tag den Studenten rund um den Maschinenbau. Und obendrein ist der Besuch natürlich kostenlos. Das Verhältnis Aussteller zu Besuchern spiegelt in etwa auch die Popularität der konaktiva Dortmund wider. Noch vor einem Jahr hatten sich gut 140 Unternehmen angemeldet. Für die in 2008 Anfang November stattfindende Jobmesse haben sich inzwischen 190 Aussteller angemeldet. Rekord für Dortmund! Wie sieht es bei den Besuchern aus? Letztes Jahr waren es rund 8.000, für 2008 werden über 10.000 Besucher erwartet. Beim Verhältnis großer und kleiner Unternehmen achtet man seitens der Organisatoren auf ein ausgewogenes Verhältnis. Dabei spielen sicherlich auch die Standkosten eine gewichtige Rolle, die zum Beispiel über denen der bonding liegen. |
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Einige werden jetzt kritisch anmerken, dass dies kleinere Unternehmen abschreckt und sich lediglich große Unternehmen angesprochen fühlen. Im Interview wird Pressesprecher Grodotzki damit konfrontiert. Er entgegnet auf ruhige und sachliche Art, dass der Preis im Verhältnis zu den Leistungen gesehen werden muss. Klar, da hat er durchaus recht. Also, was wird geboten?
Wie bei anderen Messen auch bietet die „größte Jobmesse im Rhein-Ruhr-Gebiet“ zunächst einmal einen für alle Unternehmen mit 12 Quadratmetern gleich großen Messestand. Laut Herrn Grodotzki gilt hierbei das Motto der Gleichbehandlung, womit sich die konaktiva Dortmund von anderen Messen, die nach Preisen pro Quadratmetern gehen, wohltuend abhebt. Eingebettet ist der Stand in ein umfangreiches Rahmenprogramm für die teilnehmenden Firmen. Dieses reicht von der Doppelseite im Messekatalog (Profil- und Anzeigenseite) (Auflage von 25.000 Stück), der vor der Messe im Ruhrgebiet verteilt wird, über die Möglichkeit zur weiteren Präsentation, etwa durch Vorträge, bis hin zum „Warm-Up“, welches die Studenten und Bewerber gezielt auf die Jobmesse und die Einzelgespräche mit den Firmenvertretern vorbereitet. Nicht zuletzt hat jedes Unternehmen einen persönlichen Betreuer, der die Organisation rund um die Messe koordiniert. Darunter fällt beispielsweise die An- und Abreise, die Verpflegung oder das Catering an den Messetagen. Das ist doch allerhand! |
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Was die Bewerber betrifft, so wünschen diese sich konkrete Stellenangebote, auf die sie sich bewerben können bzw. über die sie sich mit den Unternehmensvertretern in Einzelgesprächen unterhalten können. Was bietet konaktiva Dortmund auf diesem Sektor? Wer möchte, kann sich vorab auf der Internetseite der Jobmesse kostenlos registrieren, um nach geeigneten Angeboten zu suchen. Zudem kann man sich im Rahmen des zweiwöchigen „Warm-Up“ für rund 50 Termine - „Vorträge, Seminare und Fallstudien“ - verschiedener externer Dienstleister anmelden. Dabei hängt die jeweilige Gesprächszeit vom entsprechenden Unternehmen selbst ab und kann zwischen 10 und 60 Minuten betragen. Am Messetag liegt der Schwerpunkt auf dem Kontakt zwischen Bewerbern und Unternehmen. Daneben werden kostenlose Bewerbungsmappenchecks, die professionelle Anfertigung von Bewerbungsfotos und Online Reputation Management angeboten.
Schließlich dient die Messe zusätzlich, wie Grodotzki bejaht, der Imagepflege der Unternehmen. Im Übrigen sind diese, wie ihr Feedback in den Befragungsergebnissen widerspiegelt, „sehr zufrieden“, was beispielsweise die Gespräche mit den Bewerbern sowie deren Qualität betrifft. Für die kleinen und mittleren Unternehmen hat die Teilnahme der „Großen“ einen unheimlichen Vorteil: als Magneten ziehen sie die Bewerber an, wovon, die „Kleinen“ in jeder Hinsicht profitieren.
Auch hier sollte festgestellt werden, dass das Gespräch mit Herrn Grodotzki jederzeit freundlich und offen war, trotz aller kritischen Nachfragen seitens alma mater. Dafür vielen Dank! |
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| Die konaktiva Darmstadt |
 Die konaktiva Darmstadt ist die Ältere der beiden konaktiven. Sie gründete sich vor 20 Jahren, wie Michael Josic, einer der beiden Projektleiter des Teams zu Beginn feststellt. Das ist eine lange Zeit. Inzwischen sind viele andere Veranstaltungen auf den Markt gedrängt und setzen etablierte Anbieter unter Druck. Jedoch scheint das auf die konaktiva Darmstadt nicht zuzutreffen, wie Josic mit Argumenten widerlegt. Doch zunächst kommt die Sprache auf das Verhältnis zu den gleichnamigen konaktivisten in Dortmund. „Diesen Ableger gibt es seit 10 Jahren“, so Josic. Man teile die Erfahrung und die Arbeitskräfte, ansonsten gehe man getrennte Wege. Das meint der Wahl-Darmstädter keineswegs boshaft, er beschreibt lediglich sachlich und freundlich die Gemeinsamkeiten.
Die Darmstädter Messe orientiert sich bei den gewünschten Studiengängen zwar auch am Arbeitsmarkt, jedoch wird Wert darauf gelegt, dass möglichst jeder Student auf der südhessischen konaktiva fündig wird. Und die Öffnung hin zu den Geistes- und Sozialwissenschaftlern ist voll im Gange, wie Josic fortfährt. Künftig würde man vermehrt auf Verlage zugehen und diese einladen. Im Hinblick auf die Anziehungskraft für Messebesucher verweist Josic auch darauf, dass mehr Festanstellungen als Praktika angeboten würden.
Bei den Kosten für Besucher verhält es sich ähnlich wie in Dortmund: der Besuch sowie alle Produkte sind kostenfrei. Darin eingeschlossen sind sogenannte „summer bzw. winter warm-up`s“, die der Vorbereitung auf die jeweils anstehende konaktiva Darmstadt dienen sollen. Für die Aussteller existiert ein „All-Inclusive-Package“, das neben der Aufnahme in den Messekatalog (Auflage von rund 18.000 Stück) auch den Messestand sowie Vorträge beinhaltet. Das erinnert alles sehr stark an die Dortmunder. Allerdings nennt Josic keine Preise für die teilnehmenden Unternehmen. Man wird aber davon ausgehen können, dass aufgrund des ähnlichen Leistungsspektrums sich die Preise in etwa gleichen werden. |
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Auch die konaktiva in Südhessen steht den Besuchern an drei Tagen offen. Jeder Tag ist einer Branche gewidmet: dem Maschinenbau, der Unternehmensberatung und der IT. Mit 14.000 Besuchern kamen mehr als zur gleichnamigen Messe in Dortmund. Bei den Ausstellerzahlen können die Darmstädter ihren Vorsprung ebenfalls behaupten: in 2007 war es 196, in 2008 sogar 207 Unternehmen. Mittels einer Jobwall und einer Praktikumswand können die Besucher sich während der Messetage Stellenangebote aussuchen und bei den betreffenden Firmen Einzelgespräche führen. Eine Online-Stellenbörse, wie sie etwa in Dortmund angeboten wird, ist noch in Planung. Darin eingebunden werden soll auch die Technische Universität Darmstadt. Neben den Jobangeboten bieten Kooperationspartner der Messe zweiwöchige „warm-up`s“ im Frühjahr und im Winter an, während denen Assessment-Center-Trainings, Fall-Studien usw. besucht werden können. Nun, man wird den Eindruck nicht los, dass sich Darmstadt und Dortmund ähnlicher sind, als beide es zugeben wollen…
Schließlich bejaht Herr Josic die Frage nach der Imagepflege der Unternehmen durch die Messe. Aber, in Darmstadt würde der Slogan „Studenten treffen Unternehmen“ großgeschrieben. Nur: Ist das lediglich ein Slogan oder gibt es handfeste Beweise, die dafür sprechen? Die Ergebnisse der Nachbefragungen von Studenten und Unternehmen zeigen ganz klar in diese Richtung: Die Aussteller sind sehr zufrieden und äußerten, dass sie auf der konaktiva ein hervorragendes Organisationsumfeld vorfinden. Die Studenten wiederum sind höchst zufrieden mit den Unternehmen vor Ort sowie dem Verhältnis von großen zu kleinen Firmen.
An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für das wirklich gelungene und interessante Gespräch mit Herrn Josic.
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